Der Autor
Meine Geschichten und Romane
Hin und wieder gibt es Zeiten, da bin ich „… mit der Gesamtsituation unzufrieden“, wie es einst die Figur ‚Ranger’ im Film „Der Schuh des Manitou“ so treffend formulierte.
Manchmal mischen sich beruflicher oder privater Unmut mit dem Ärger über politische und gesellschaftliche Strömungen und vor allem über die zunehmend stümperhafte Unbeholfenheit, mit der sich die vermeintlichen Eliten unserer Gesellschaft solcher Missstände annehmen und dabei die Zustände meist noch schlimmer machen, als sie es ohnehin schon sind.
Schon relativ früh kam mir der Gedanke, meinem Unmut und Ärger mit dem geschriebenen Wort Luft zu verschaffen. An Ideen mangelte es angesichts der wirklich reichlichen Steilvorlagen aus Politik, Medien und Wirtschaft weiß Gott nie.
Allerdings gab es früher ein zeitliches und technisches Hindernis, das mir die Lust am Schreiben über lange Jahrzehnte gründlich verleidete. Beim Schreiben von Geschichten und Romanen hat man oft auch im Nachhinein noch zündende, kreative Ideen, die man an den richtigen Stellen einfügen möchte. Gerade dies aber war vor der Erfindung erschwinglicher Computer und Schreibprogramme enorm zeit- und spaßraubend, musste man doch wegen eines einzigen umformulierten Satzes oft ganze Seiten oder gar ganze Kapitel neu schreiben.
Genau dafür fehlt einem berufstätigen Familienvater jedoch die erforderliche Freizeit.
Bis in die Neunzehnhundertneunziger erschöpfte sich meine literarische Tätigkeit daher in gelegentlichen kurzen Erzählungen und Gedichten. Erst mit der Entwicklung erschwinglicher PCs und immer besser werdender Schreibprogramme steigerte sich schließlich auch meine Lust an der Anfertigung umfangreicherer literarischer Produkte, denn mit den neuen Technologien war das bisher schier Unmögliche plötzlich machbar geworden.
Gründe zum Schreiben gab es zwischenzeitlich mehr denn je.
So hatte beispielsweise die so genannte Achtundsechziger-Generation, der ich selbst – gewissermaßen als Ausläufermodell – angehöre, in den letzten Jahrzehnten eigenartige Blüten getrieben. Während die meisten von uns zwischenzeitlich ein Dasein als normale Durchschnittsbürger führten, hatten einige die Ideale unserer Jugend schändlich verraten und waren zu rücksichtslosen, brutalen Machtmenschen mutiert, die in Politik und Medien immer hemmungsloser ihr Unwesen trieben.
Gleichzeitig war in den neuen Bundesländern im Osten die Saat der Neonazis bei der verunsicherten, teils orientierungslos gewordenen Jugend auf gefährlich fruchtbaren Boden gefallen, und das Resultat breitete sich mit beängstigender Geschwindigkeit über die ganze Republik aus. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich die Anführer der totalitären Extreme von rechts und links heimlich verbündet und gemeinsame Sache gemacht hätten, um die Machtverhältnisse im Staat komplett umzukrempeln.
Mit dieser wenig erbaulichen Vorstellung vor Augen begann ich 1997 meinen Roman „Mit allem, was dazu gehört“.
Meine lange Suche nach einem Verlag führte mich schließlich zu einem der ersten deutschen Onlineverlage, der das Buch erstmals veröffentlichte und mir darüber hinaus Kontakte zu verschiedenen Printverlagen verschaffte.
Für diese schrieb ich unter anderem die Fortsetzungsromane „Olivers Hütte“ und „Die Unbekannte aus dem Moor“, sowie zahlreiche Geschichten in den Genres Romantik und Krimi, die sowohl in Druckausgabe als auch online erschienen und die zum Teil später in den Geschichtenbänden „Rauschzeit“ und „Wo die Liebe hinfällt“ zusammengefasst wurden.
Die mit zunehmender Popularität des Internet aufgekommene neue Form der Lynchjustiz an Politikern und anderen Personen des öffentlichen Lebens in einschlägigen Onlineforen veranlassten mich schließlich zum Schreiben meines jüngst erschienen, neuesten Romans „Manchmal läuft es anders“, in dem die Protagonisten aus „Mit allem, was dazu gehört“ nach vierzehn Jahren den Kampf gegen gemeingefährliche Dummheit und Ignoranz erneut aufnehmen müssen.